DEVILISH IMPRESSIONS
"Plurima Mortis Imago"

Mehr und mehr scheint sich der musikalische Blick nach Osten zu lohnen und das auch wenn es kein Death Metal sein soll. Unter anderem nach den brillanten DARZAMAT kommt nun eine weitere Band mit einem gehörigen Black Metal Einschlag aus den polnischen Landen. DEVILISH IMPRESSIONS nennt sich das illustre Grüppchen von Exilpolen das inzwischen London zu seiner Wahlheimat gemacht hat und uns mit seinem ersten Labelrelease „Plurima Mortis Imago“ von seiner Güte...pardon, der diabolischen Bosheit überzeugen will.

Das machen die Jungs auch gar nicht schlecht, denn ein ums andere mal fröstelt einem ob der eiskalten und finsteren Stimmung des Albums, wird man gepackt von den brutalen Riffs oder an schauerliches gemahnt, wenn das Keyboard seine nebelhaften Klangteppiche ausbreitet und der Hörer dabei von dämonischem Gekreisch heimgesucht wird.

Das Riffing ist zu großen Teilen dennoch dem Death Metal entliehen was in Verbindung mit den schon symphonischen und sehr Black Metal typischen Keys und den ebenso schwarzmetallischen Stimmlagen für einen klanglichen Widerspruch sorgt, der das gesamte Werk überschattet. Das ist aber nur bedingt von Nachteil, überwiegend erfreut man sich an der Urgewalt und Aggression die von den meisten Songs ausgeht.

Da findet sich zum Beispiel der sehr ansprechende „Dracula's Mechanized Universe“, ein Paradebeispiel für den symphonischen Black Metal oder den Schluss- und in mehrerer Hinsicht auch Höhepunkt „SataniChaoSymphony“ der sämtliche Register an Saitengeschrubbe, Fellgedresche und Kreischkakophonie zieht die den Schwarzwurzelfreund entzücken lassen. Zu diesem Glanzstück gibt es dann auch noch ein…sagen wir mal interessantes Video auf der CD.

Aber auch hier nicht nur Erfreuliches. Manche Passagen ähneln sich frappierend und wo die einen von einer art roten Faden sprechen, würden andere wohl über Eintönigkeit lästern.

Der Spagat zwischen Death Riffs und Black Gehabe ist nicht immer überzeugend und hinterlässt ein undefinierbar unzufriedenes Gefühl. Und den vom Label erhobenen Anspruch des Avantgarde Balck Metal sehe ich nur aufgrund der  Zuhilfenahme von Chorgesangspassagen und reichlich durchaus ansprechender Soli auch nicht erfüllt. Zusammen mit der Produktion, die zwar rau aber bei weitem nicht druckvoll genug rüberkommt sind das kleine Mängel, die eines aber dennoch nicht verschleiern können: 

DEVILISH IMPRESSIONS haben ein überzeugendes Label-Debüt abgeliefert, dass den Meisten die mit anspruchsvollerem Black Metal etwas anfangen können zusagen dürfte.

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